Alle die Du bist
Nadine eilt durch den Arbeitsplatz ihres Mannes: Paul hat sich eingeschlossen. Noch bevor sein geplantes Bewerbungsgespräch beginnt, überkommt ihn eine Panikattacke. Beruhigend redet Nadine auf ihren Mann ein. Als auch wir einen Blick auf Paul erhaschen, sehen wir ein großes nervöses Rind. Dieses Überraschungsmoment markiert den Auftakt einer eigensinnig und überraschend erzählten Liebesgeschichte. Vor der Kulisse des Kölner Braunkohle-Tagebaus, dem gemeinsamen Arbeitsplatz des Paares, erzählt Michael Fetter Nathansky in sozialrealistischer Manier von der Komplexität einer Beziehung. Die unterschiedlichen Gemütszustände Pauls manifestieren sich – allein für Nadine sichtbar – zu eigenen Figuren. Der Film verhandelt Fragen von Identität und Subjektivität innerhalb einer Paarbeziehung: Spaltet sich Pauls Persönlichkeit auf? Und wie verlässlich ist das Bild, das Nadine von ihrem Mann hat?
Bild © Contando Films/Studio Zentral/Network Movie